Johannes Silberschneider

Geboren: 1958 in Mautern, Steiermark

Ausbildung:
Max Reinhardt Seminar, Wien

Theater-Engagements:
Sein erstes Theaterengagement führte Johannes Silberschneider von 1983 bis 1985 an das Schauspielhaus Zürich. Es folgten Engagements an zahlreichen Bühnen im deutschsprachigen Raum, u. a. Theater Neumarkt, Staatstheater Stuttgart, Schauspielhaus Hamburg, Hamburger Kammerspiele, Bayerisches Staatsschauspiel München und Berliner Ensemble. Er arbeitete mit Regisseuren wie Hans Hollmann, Peter Palitzsch, Dieter Giesing, August Everding, Peter Zadek und Ruth Drexel. Zuletzt war Johannes Silberschneider am Münchner Volkstheater in Schilf (Regie: Bettina Bruinier) zu sehen.

Fernsehfilme:
Seine Filmkarriere begann Johannes Silberschneider 1981 mit Axel Cortis Fernsehfilm An uns glaubt Gott nicht mehr, dem ersten Teil der TV-Trilogie Wohin und zurück, in dem er an der Seite von Armin Mueller-Stahl und Fritz Muliar spielte. Es folgten über 60 weitere Fernsehrollen, u. a. Tigermännchen sucht Tigerweibchen von Michael Kreihsl (2001), Im Namen des Herrn (2003), Helen, Fred und Ted (2005), Mutig in die neuen Zeiten (2005), sowie Tatort und Schnell ermittelt. In der ORF-Serie Trautmann spielte er den Sandler Rudi (2001–2004), in der ZDF-Serie Luginsland den Kommissar Dobler. An der Seite von Ben Kingsley drehte Johannes Silberschneider den Fernsehzweiteiler Anne Frank – The Whole Story (2001), der mit einem Emmy-Award ausgezeichnet wurde. Mit Laetitia Casta stand er in der Romanverfilmung Luisa Sanfelice der Gebrüder Taviani (2004) vor der Kamera, und unter der Regie von Harald Sicheritz spielte er in Zwölfeläuten (2000) und in 11er Haus (2004). Zuletzt war er im TV 2010 in Lüg weiter, Liebling und Willkommen in Wien, im Zweiteiler Der Mann mit dem Fagott (2011) und Rommel (2012) zu sehen.

Kinofilme:
Seit den 1990er-Jahren ist Johannes Silberschneider in zahlreichen internationalen Kinofilmen zu sehen. Unter der Regie von Herbert Achternbusch drehte er Niemandsland (1991) und I know the way to the Hofbräuhaus (1992), im preisgekrönten Film Charms Zwischenfälle (1996) von Michael Kreihsl übernahm er die Hauptrolle. Es folgten u. a. Männerpension (Regie: Detlev Buck), Das Schloß (Regie: Michael Haneke) und Silentium (Regie: Wolfgang Murnberger). In La niña de tus ojos (Regie: Fernando Trueba) war er als Joseph Goebbels an der Seite von Penelope Cruz zu sehen. Zudem wirkte Johannes Silberschneider in Virgil Widrichs Kurzfilm Copy Shop mit, der 2002 für den Oscar nominiert wurde.
Zuletzt spielte Silberschneider Gustav Mahler im Kinofilm Mahler auf der Couch von Percy und Felix Adlon (2009) und Hans Moser in Jud Süß von Oskar Roehler (2010).

2014 wurde Johannes Silberschneider für den Nestroy-Theaterpreis in der Kategoerie „Bester Schauspieler“ für seine Darstellung des Erzählers in Holzfällen am Schauspielhaus Graz nominiert.

Spielzeit 2013/2014:
In der Spielzeit 13/14 war Johannes Silberschneider als Erzähler in Holzfällen nach dem Roman von Thomas Bernhard in der Bühnenfassung von Krystian Lupa (Regie: Krystian Lupa) auf der Hauptbühne des Schauspielhaus Graz zu sehen sein.

Spielzeit 2011/2012:
Am Schauspielhaus Graz spielte Johannes Silberschneider den Logiker Kurt Gödel in der  Uraufführung von Daniel Kehlmanns Geister in Princeton . Regie führte Intendantin Anna Badora.