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Oper Graz
ENSEMBLE
Marlis Petersen

Marlis Petersen

Der Schwerpunkt von Marlis Petersens Repertoire liegt im klassischen Koloraturfach, doch hat sie sich auch als Interpretin zeitgenössischer Musik einen Namen gemacht. Nach dem Studium an der Musikhochschule Stuttgart und bei Sylvia Geszty ergänzte sie ihre Ausbildung in den Spezialgebieten Oper, Neue Musik und Tanz. Sie begann ihre Laufbahn als Ensemblemitglied der Städtischen Bühnen Nürnberg, wo sie Partien wie Ännchen ("Der Freischütz"), Blonde ("Die Entführung aus dem Serail"), Adele ("Die Fledermaus"), Oscar ("Un ballo in maschera"), Rosina ("Il barbiere di Siviglia"), "Lulu" und Königin der Nacht ("Die Zauberflöte") sang. Gastspiele führten Marlis Petersen schon damals u.a. an die Opernhäuser von Berlin, Bremen, Düsseldorf, Hannover, München und Frankfurt. Mit Beginn der Spielzeit 1998/99 wurde sie an die Deutsche Oper am Rhein engagiert, wo sie als Susanna ("Le nozze di Figaro") debutierte und in der Folge Marie ("La Fille du régiment"), Sophie ("Der Rosenkavalier"), Norina ("Don Pasquale"), die Titelpartie in Janáčeks "Das schlaue Füchslein", Viola (in Manfred Trojahns "Was ihr wollt"), Konstanze ("Die Entführung aus dem Serail") und Ophélie (in "Hamlet" von Ambroise Thomas) sang.
Ihren Einstand an der Wiener Staatsoper gab Marlis Petersen als Lulu. Diese zentrale Partie ihres Repertoires sang sie auch in Peter Konwitschnys viel beachteter Hamburger Inszenierung, an der Chicago Lyric Opera und in einer Neuproduktion in Athen, wo sie auch als Donna Clara in "Der Zwerg" von Zemlinsky und in der Titelpartie von Massenets "Thaïs" auftrat. Als Zerbinetta ("Ariadne auf Naxos") brillierte sie am Royal Opera House Covent Garden, bei den Bregenzer Festspielen wirkte sie als Oscar mit, in Genf war sie die Nachtigall in "Die Vögel" von Walter Braunfels, an der Opéra Bastille in Paris, an der Metropolitan Opera New York und an der Chicago Lyric Opera Adele in der "Fledermaus". Die Salzburger Festspiele verpflichteten Marlis Petersen als Elisa ("Il re pastore") und Susanna. Als Konstanze gastierte sie am Théâtre de la Monnaie in Brüssel und beim Festival von Aix-en-Provence, in Haydns "Orlando Paladino" war sie an der Staatsoper Berlin zu hören. Als Zdenka ("Arabella") war sie an der Bayerischen Staatsoper München zu sehen, und zu den bedeutenden Uraufführungen, bei denen Marlis Petersen mitwirkte, zählen Hans Werner Henzes "Phaedra" in Berlin und Brüssel, Manfred Trojahns "La grande magia" an der Semperoper Dresden und die Uraufführung von Aribert Reimanns "Medea" an der Wiener Staatsoper. Mit großem Erfolg sang sie Lulu und Ophélie an der New Yorker Met, Susanna an der Los Angeles Opera und Marguérite in Meyerbeers "Les Huguenots" in Brüssel. Ihr Rollendebut als Violetta Valery ("La traviata") gab sie 2010/2011 an der Oper Graz. Diese Inszenierung von Peter Konwitschny ist auch auf DVD erhältlich.
Im Konzertbereich arbeitet die Sopranistin eng mit Helmuth Rilling und der Internationalen Bachakademie Stuttgart sowie mit René Jacobs zusammen. Außerdem konzertierte sie u.a. mit den Orchestern der RAI Turin ("Die Schöpfung" unter Jeffrey Tate), der Santa Cecilia in Rom sowie beim Boston Symphony Orchestra.
Künftige Opernauftritte sind am Theater an der Wien ("Les Contes d’Hoffmann", "Idomeneo"), an der Wiener Staatsoper ("La traviata"), in München (Lulu), Stuttgart (Alcina), Chicago (Norina) und an der Metropolitan Opera New York (Susanna) geplant.