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Oper Graz
STÜCKE
WILHELM TELL

WILHELM TELL

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Opéra in vier Akten von Gioachino Rossini
Libretto von Étienne de Jouy und Hippolyte Bis
(in französischer Sprache – mit deutschen Übertiteln)
Anlässlich der Eröffnung des Grazer Opernhauses mit
»Wilhelm Tell« von Friedrich Schiller am 16. September 1899

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Nächste Vorstellung: 24.10.2014 19:00 bis ca. 22:15


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  • Wilhelm Tell




GALERIEN:


... Rütlischwur und Apfelschuss sind die zentralen Szenen in Friedrich von Schillers letztem Schauspiel, »Wilhelm Tell«, und Rütlischwur und Apfelschuss dürfen auch nicht in jener Oper fehlen, mit der Gioachino Rossini 1829 37-jährig seine beispiellose Karriere als Opernkomponist beendet und gleichzeitig die neue Gattung der »Grand opéra« etabliert: Nach hundertjähriger Fremdherrschaft ist der Leidensdruck der Schweizer so groß geworden, dass sich die Männer der Kantone Uri, Schwyz und Unterwalden verbünden, um sich unter Wilhelm Tells Befehl dem Kampf gegen die Besatzungsmacht der Habsburger zu stellen. Als Tell dem Landvogt Gesler die Ehrerbietung versagt, zwingt dieser ihn in einem Akt der Willkür, einen Apfel vom Haupte seines Sohnes zu schießen. Tells zweiter Pfeil setzt dem Tyrannen ein Ende, und als sich der Sturm des Aufstands gelegt hat, besingen die Schweizer die neugewonnene Freiheit. Rossinis »Wilhelm Tell« stellt in jeglicher Hinsicht enorme Ansprüche; beispielhaft zeigt das die Partie des Arnold, die schon James Joyce in ehrfürchtiger Bewunderung so beschrieb: "456 mal das G, 93 mal das As, 54 mal das B, 15 mal das H, 19 mal das C und zweimal das Cis." Nach knapp hundert Jahren – die letzte Aufführung fand 1918 statt – stellt sich die Oper Graz erneut dieser Herausforderung.

Vor der Premiere: 21.9. 2014, 19.30 Uhr, Vor dem Eisernen Vorhang
Premiere: 27.9.2014, 19.00Uhr
Vorstellungen: 1.10., 4.10., 19.10. (15.00 Uhr), 22.10., 24.10., 2.11. (15.00 Uhr), 7.11. und 13.11.
Beginn jeweils 19.00 Uhr, sofern nicht anders angegeben


Pressestimmen

Die Revolution geht weiter
"In einer kompakten Kurzfassung spielt die Oper Graz nach 96 Jahen wieder Gioachino Rossinis "Guillaume Tell". Beim Saisonauftakt imponierte das hohe vokale Niveau.
(...) Den Freiheitskampf stellt Steven Lawless in den Mittelpunkt seiner fünften Grazer Inszenierung, die er als ziemlich plakative Politparabel gestaltet. (...) Diese Anliegen unterstützt die Kostümbildnerin Ingborg Bernerth (...) Frank Philipp Schlößmann hat als zentrales Bühnenelement einen Arena-Aufbau entworfen, der den Regisseur über weite Strecken des Problems enthebt, den - von Bernhard Schneider vorbildlich einstudierten, prachtvoll singenden Chor - Chor zu bewegen. (...) Yosep Kang reißt als Arnold mit seinem tenoralen Feuer udn seinen strahlenden Spitzentönen das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Vokale Agilität und Durchschlagskraft verbindet Olesya Golovneva als Prinzessin Mathilde. Als fulminante Singschauspielerin feiert Tatjana Miyus, deren heller Sopran mühelos über den Ensembles schwebt, als Tells Sohn Jemmy einen Triumph. James Rutherford stattet den Titelhelden mit baritonaler Wärme und Autorität aus, als seine Frau Hedwige glänzt Dshamilja Kaiser. Mit Derrick Ballard (Gessler) und Manuel von Senden (Rudolf) sind die grausamen Tyrannen exzellent besetzt." (Kleine Zeitung)

 

Rossinis "Guillaume Tell" in der Oper Graz: stark gekürzt und stark gesungen.
" (...) Gioachinio Rossinis Historienoper kommt in Graz stark gekürzt auf die Bühne und prunkt mit einem fantastischen Tenor. (...) Am besten gelingen (dem Dirigenten Antonino Fogliani) und dem Grazer Philharmonischen Orchester die mitreißend gestalteten Aktfinali. Für das außerordentliche Element des Abends sorgt aber ein Sänger. Yosep Kang als Arnold. Ihm ist die extrem hohe Lage der Partie auf die Stimmbänder komponiert worden. Ihn "höhensicher" zu nennen, wäre stark untertrieben, in punkto Präzision, Feuer, Durchschlagskraft und Sprachbeherrschung kann ihm an diesem Abend keiner das Wasser reichen, obwohl James Rutherford einen angenehm weichen, menschlichen Tell singt und Olesya Golovneva eine ordentliche Mathilde präsentiert. Derrick Ballard ist der dämonische Landvogt Gessler, Tatjana Miyus als Tells Sohn Jemmy ragt mit Silberstimme aus dem Ensemble hervor und Manuel von Senden (Rudolf) ist ein giftiges Büttel der Macht.(...)" (Kronen Zeitung)

 

Ein umjubelter Saisonauftakt in Graz mit Gioachino Rossinis "Wilhelm Tell"
"Die extremen Anforderungen der Partie des Arnolds an jeden Tenor sind der Grund warum Gioachino Rossinis letzte Oper "Wilhelm Tell" so selten gespielt wird. Die Oper Graz stellt sich knapp 100 Jahre nach ihrer letzten Aufführung nun dieser Herausforderung und ist erfolgreich.
Denn Yosep Kang bewältigt (...9 diese Rolle mit allen Spitzentönen mühelos, strahlend, mit Schönheit und reißt das Publikum zu Begeisterungsstürmen hin. Aber auch das übrige Ensemble kann sich bei der französisch gesungenen Eröffnungspremiere (...) hören lassen. Olesya Golovneva ist seine geliebte Habsburger Prinzessin Mathilde mit einem runden, koloratursicheren Sopran, Tatjana Miyus singt den Jemmy, den Sohn Tells, entzückend und glasklar. Seine Mutter Hedwig wird von Dshamilja Kaiser feinsinnig gesungen. Den sadistischen Landvogt Gessler (...) singt Derrick Ballard kernig. Verlässlich: David McShane (Walter Fürst), Konstantin Sfiris (Melchtal) und Manuel von Senden (Rudolph). James Rutherford (den Titelhelden) hört man kraftvoll und weich (...). Unter der animierenden Leitung Antonino Foglianis werden vom grazer Philharmonischen Orchester die Stimmungsmalereien wie auch die grandiosen Steigerungen akzentuiert, transparent und ausgefeilt musiziert.(...)" (Kurier)

BESETZUNG:

Musikalische Leitung:  Antonino Fogliani
Inszenierung:  Stephen Lawless
Bühnenbild:  Frank Philipp Schlößmann
Kostüme:  Ingeborg  Bernerth
Licht:  Reinhard Traub
Dramaturgie:  Bernd Krispin
   
Guillaume Tell:  James  Rutherford
Arnold Melcthal:  Yosep Kang
Walter Furst:  David McShane
Melcthal:  Konstantin Sfiris
Jemmy:  Tatjana Miyus Nazanin  Ezazi
Gesler:  Derrick Ballard
Rodolphe:  Manuel von Senden
Ruodi:  Taylan Reinhard
Leuthold:  Umut Tingür
Mathilde:  Olesya Golovneva Margareta Klobučar
Hedwige:  Dshamilja Kaiser