YELLOW LINE

INHALT

Der Libyer Asch-Schamich ist verzweifelt: Von der Frontex aus dem Mittelmeer gefischt, kann der Grenzbeamte nicht glauben, dass er gar nicht vorhatte, aus seiner Heimat zu fliehen, um in Europa sein Glück zu suchen. Andererseits klingt seine Geschichte, eine Kuh sei vom Himmel gefallen und habe sein Fischerboot versenkt, auch reichlich unwahrscheinlich. Unterdessen lässt einige hundert Kilometer weiter nördlich sich der Aktionskünstler Paul als personifiziertes Kunstwerk „zugunsten Libyens“ versteigern – zum Ärger von Helene. Endgültig rastet diese wenige Tage später nach dem gemeinsamen Pauschalurlaub aus, als sie eine gelbe Linie im Sicherheitsbereich des Flughafens übertritt und prompt verhaftet wird. Parallel dazu wird ein neues, „humanes“ Herden-Management-System vorgestellt, das den Tagesablauf von Milchkühen intelligent und vollautomatisch regelt. Ob in der Wellness-Kur, beim All-inclusive-Urlaub oder im Frontex-Auffanglager, überall wird der Mensch an die Hand genommen, hinter Zäune und in ein festes Regelwerk gezwängt. Bedeutet die menschliche Sehnsucht nach Freiheit letztlich doch nichts anderes als den Wunsch nach einem geregelten Leben, in dem man Verantwortung und eigene Entscheidungen delegieren kann? Juli Zeh und Charlotte Roos haben mit „Yellow Line“ eine so temporeiche wie böse Komödie über Freiheitssuche, Bedürfnisgemeinschaften und das Glück der Selbsteinsperrung geschaffen, in der die Grenzen zwischen Pauschalurlaub, Massenzuwanderung und Massentierhaltung verschwimmen und Grenzübertritte im Allgemeinen zum Problem werden. Dabei stehen Zehs und Roos’ Figuren immer wieder vor der Frage, ob es sinnvoll ist, vorgegebene Linien zu überschreiten und wann dabei die öffentliche Ordnung wirklich in Gefahr gerät.

– ca. 1 Stunde 15 Minuten, keine Pause –

Moderne Komödien haben es Ihnen angetan? Das Theater im Bahnhof entwickelt die Graz-Komödie „Geidorf’s Eleven“, frei nach dem Hollywood-Klassiker.
Sie interessieren sich für zeitgenössische Autoren? Philipp Löhles sprachwitziges „(Du) Norma“ ist ebenfalls in HAUS ZWEI zu erleben.

TERMINE/TICKETS

Sonntag
02
Apr
YELLOW LINE
Komödie von Charlotte Roos und Juli Zeh
20:00 bis ca. 21:15 | HAUS ZWEI | Freier Verkauf, € 17 / € 9 (erm.)
Dienstag
25
Apr
YELLOW LINE
Komödie von Charlotte Roos und Juli Zeh
20:00 bis ca. 21:15 | HAUS ZWEI | Freier Verkauf, € 17 / € 9 (erm.)
Freitag
28
Apr
YELLOW LINE
Komödie von Charlotte Roos und Juli Zeh
20:00 bis ca. 21:15 | HAUS ZWEI | Freier Verkauf, € 17 / € 9 (erm.)
Freitag
19
Mai
YELLOW LINE
Komödie von Charlotte Roos und Juli Zeh
20:00 bis ca. 21:15 | HAUS ZWEI | Freier Verkauf, € 17 / € 9 (erm.)
Samstag
20
Mai
YELLOW LINE
Komödie von Charlotte Roos und Juli Zeh
20:00 bis ca. 21:15 | HAUS ZWEI | Freier Verkauf, € 17 / € 9 (erm.)

MEDIEN

Trailer zu YELLOW LINE

PRESSESTIMMEN

„Schwindelerregend scharfsichtig. […] „Yellow Line“ ist ein viel gespieltes Stück. Kein Wunder. Der Text ist widerborstig, wahnsinnig witzig und politisch unkorrekt. […] In rasanten Ringelspielrunden, bei der jede Umdrehung eine neue Überraschung birgt, dreht Regisseur Jan Stephan Schmieding die Geschichten ineinander. Das großartige Ensemble (Nico Link, Vera Bommer, Simon Käser, Anne Weinknecht) spielt sich in 75 temporeichen Minuten durch einen scharfsichtigen Abend.“
(Julia Schafferhofer, Kleine Zeitung, 24. September 2016)

„Eine skurrile, hochaktuelle Komödie, die brennende Themen behandelt und trotzdem bestens unterhält. Sehr gelungen! […] Jan Stephan Schmieding setzt das anfangs verwirrende Rätsel, das sich nach und nach auflöst, schwungvoll und locker in Szene, überzeichnet die Figuren mitunter ganz schön schrill, nimmt sie aber immer ernst und stellt sie nicht bloß. […] Anne Weinknecht als gegen Regeln Aufbegehrende, Vera Bommer u. a. als leicht überforderte Dolmetscherin, Simon Käser als sich veräußernder Künstler und Nico Link als libyscher Fischer (und anderes mehr) zeigen jede Menge Facetten und viel Spielfreude. So kann man ernste Themen mit Witz versetzen und sein Publikum bestens unterhalten.“
(Michaela Reichart, Kronen Zeitung, 24. September 2016)