ÖSTERREICHISCHE ERSTAUFFÜHRUNG: WIR SIND KEINE BARBAREN!

26. September 2014

von Philipp Löhle
Regie: Christine Eder


Österreichische Erstaufführung am 28. September 2014, 20 Uhr, Probebühne
Neben Barbara und Mario sind neue Nachbarn eingezogen. Die beiden Pärchen nähern sich zögerlich an, man fachsimpelt über Flachbildschirme, Fitnesskurse und veganes Essen und ist mit sich und seinem Leben recht zufrieden. Schwierig wird es, als eines Nachts ein Fremder anklopft und um Unterkunft bittet. Während die Neuen ihm die Tür vor der Nase zuschlagen, nimmt Barbara ihn auf. Fortan bringt der Mann, der unverständliches Englisch spricht, das fragile Gleichgewicht der Hausgemeinschaft durcheinander. Wer ist dieser Mann? Und was will er? Schon sein Name führt zu Streitigkeiten: Heißt er nun Bobo oder Klint? Noch bevor man sich darüber einigen kann, sind der Fremde und Barbara plötzlich wie vom Erdboden verschwunden und die heile Welt der Wohlstandsbürger gerät aus den Fugen. Dazu singt ein österreichischer Heimatchor: »WIR sind glücklich, WIR sind viele, WIR sind anders als die Andern. « – Sind wir das wirklich?

Der preisgekrönte deutsche Dramatiker Philipp Löhle spielt in seinem neuen Stück abgrundtief und bitterböse mit den Ängsten vor dem Fremden. Nach ihrer kritischen Auseinandersetzung mit europäischen Flüchtlingsdramen im Projekt Boat People stellt Regisseurin Christine Eder erneut das Überlegenheitsdenken in der Festung Europa in Frage.

mit
Linda: Steffi Krautz
Paul: Florian Köhler
Barbara / Anna: Seyneb Saleh
Mario: Christoph Rothenbuchner
Chor: Musica con GRAZia & Gästeonck)
und einem Heimatchor

Regie Christine Eder Bühne & Kostüme Monika Rovan Musikalische Leitung Bernhard Neumaier Dramaturgie Mona Schwitzer

Österreichische Erstaufführung am 28. September 2014, 20 Uhr, Probebühne, weitere Vorstellungen am 8., 22. und 29. Oktober, jeweils 20 Uhr, sowie ab November

Bei Angabe des Bildcredits (c) Lupi Spuma / Schauspielhaus Graz ist das Bildmaterial zur honorarfreien Verwendung freigegeben.


Bilder: