ALLE SIEBEN WELLEN


Trotz einer Schreibpause von fast einem Jahr sind Emmi Rothner und Leo Leike ihre Gefühle füreinander nicht losgeworden – obwohl jeder in der Zwischenzeit sein Leben ohne den anderen einzurichten versucht hat. Emmi ist noch immer verheiratet und Leo hat in Boston eine Frau getroffen, die er heiraten will. Doch die E-Mail-Beziehung flackert wieder auf: „Wie es nun weitergehen soll, Leo? – Weiter wie bisher. Du lebst dein Leben. Ich lebe mein Leben. Und den Rest leben wir gemeinsam.“ Sechs Wellen schwappen ans Ufer, doch werden Emmi und Leo von der siebenten Welle erfasst und einander in der realen Welt begegnen?

Wer Gut gegen Nordwind mit Steffi Krautz und Sebastian Reiß gesehen hat, der wird die Fortsetzung von Daniel Glattauers hinreißender Liebesgeschichte sehnsüchtig erwartet haben. Alle sieben Wellen erzählt vom Hin und Her einer verbotenen Liebe – rauschhaft, romantisch und mit hohem Suchtfaktor.

Am 10. November zu Gast im Kulturzentrum Oberschützen und am 24 November zu Gast im Kulturzentrum Mattersburg.

 




Kritiken:

Alle sieben Wellen lebt vom kurz gefassten, flotten, mitunter scharfzüngigen und witzigen Dialog der beiden Protagonisten. Steffi Krautz als Emmi und Sebastian Reiß als Leo hatten in Gut gegen Nordwind schon viel Gelegenheit, sich aufeinander einzuspielen. Das merkt man nun auch in der Fortsetzung. So wie schon Gut gegen Nordwind wird auch Alle sieben Wellen sein Publikum finden, bietet die Produktion doch einen unterhaltsamen, locker-leichten Theaterabend ohne gröbere Ecken und Kanten.“
(Michaela Reichart, Kronen Zeitung, 25. Juni 2012)

„[…] ein erneuter Erfolgslauf ist garantiert. Der Düsseldorfer Stefan Behrendt (35) hat diese ‚Liebesutopie aus Buchstaben‘ leichtfüßig, aber auch mit Köpfchen inszeniert, Ulrike Müller wieder eine so schlichte wie praktikable Bühne entworfen. Die Online-Monologe fügen sich samt Mailverkehr im Übertitel zu einem köstlichen Gedanken-Pingpong, wenn sich Steffi Krautz und Sebastian Reiß als Emmi und Leo im Pointenlabyrinth nicht verlieren und erneut zu Hochform auflaufen. […]Krautz und Reiß zeichnen so humorvoll wie subtil Licht und Schatten, dem sich gerade auch ein Liebesp@@r mit zunächst nichts als Hoffnung und Mäusen in der Hand stellen muss.“
(Michael Tschida, Kleine Zeitung, 25. Juni 2012)

„Sebastian Reiß gibt den sympathischen Leo, den er in Gut gegen Nordwind fliegend von einem Schauspieler übernehmen musste, unaufgeregt überzeugend. Der Kampf gegen die eigenen Gefühle ist ebenso witzig und rührend wie betrunkene Ehrlichkeitsanfälle. Behrendt lässt die erste Begegnung des Paares abseits vom Netz pantomimisch ablaufen. Beim ersten Treffen setzen sie sich dicke Stoffbären wie tollpatschige Plüschavatare an den Kaffehaustisch. Ein schönes Bild für die freundliche Belanglosigkeit der Plauderei, mit der beide ihre Unsicherheit in Watte packen. […] Denn gerade auch das Lesen zwischen den Zeilen macht die Geschichte aus: Diese Buchstaben die Leo immer anders zuzwinkern. Kurzweilig ist der Abend. Das Publikum quittierte die letzte Premiere der Saison mit langem Applaus.“
(Colette M. Schmidt, Der Standard, 25. Juni 2012)