OedipusSophokles


»Tragisch ist, wenn Rettung zu Vernichtung führt.«

Theben hat einen neuen Herrscher. König Oedipus, Herr der Stunde, seit es ihm gelang, die Stadt vom Bann der Sphinx zu befreien, ein kluger und eloquenter Mann, an seiner Seite die schöne Iokaste und vier reizende Kinder. Ein souveräner Herrscher, vom Volk geliebt, vom Ältestenrat respektiert. Bei aller Euphorie hat Theben den grausamen Mord schon fast vergessen, der an Oedipus’ Vorgänger, König Laios, verübt wurde. Ein Fall, der nie aufgeklärt wurde. Und als wäre es ein Fluch, wird die Stadt wiederholt von Elend befallen. Eine seltsame Seuche bricht aus, die Menschen leiden und Oedipus soll erneut sein Können unter Beweis stellen, die Polis zu schützen, das Unheil aus der Stadt zu bannen. Stolz geht Oedipus die Aufgabe an. Die Pest soll enden, sobald Laios’ Mörder gefasst wird, so ein Hinweis des Orakels. Befragungen finden statt, Spuren werden aufgedeckt. Ein schlimmer Verdacht verhärtet sich und Oedipus’ Ermittlung entwickelt sich zur hetzvollen Jagd nach der Identität seiner selbst.

 

Dank an die Firma Henke-Sass Wolf GmbH für die freundliche Unterstützung.




Pressestimmen:


Atemlose Stille, tiefe Erschütterung, die nur vom frenetischen Schlussapplaus gebrochen wird. Ein Saison-Höhepunkt! 
Elisabeth Willgruber-Spitz, Kleine Zeitung, 25.11.2007 

Claudius Körber als Oedipus ist vom schneidigen Jung-Politstar bis zum gebrochenen Mann in jeder Phase überzeugend. Martina Stilp (Iokaste) glänzt mit Zurückhaltung, umso tragischer gelingt ihr der Moment der Erkenntnis. Gerhard Balluch verkörpert mit großer Präsenz den Chor, ist gleichsam Kommentator, Gewissen, Beschwichtiger und Ankläger. Markus Schneider gibt den Kreon als coolen, überlegt agierenden Typen. Schön geraten die Auftritte von Gerti Pall als Teiresias und Otto David als Hirte. Kurz: ein intensiver Abend, ganz ohne Spektakel und Tamtam. 
Michaela Reichart, Kronenzeitung, 25.11.2007 

Berk [erzählt] die Geschichte packend und plausibel, lässt seine glänzend geführten Darsteller beim langsam brütenden Spannungsaufbau (Musik: Patrick Zeller!) zunächst lange leise sprechen, bis der Schluss regelrecht explodiert. […] Sehr empfehlenswert.
Dolf Stockhausen, Die Woche, 28.11.2007

Die Probebühne des Grazer Schauspielhauses zeigte am Freitagabend einen "Oedipus", der sich auf das Wesentliche beschränkt und in ganz schlichter Umgebung die Tragödie entrollt. Regisseur Ingo Berk verzichtet auf irgendwelche Interpretationen sondern setzt auf präzise Arbeit mit den ausgezeichneten Darstellern.
Karin Zehetleitner, APA, 24.11.2007


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