Antigone

Inhalt

Ein Krieg ist vorbei, ein Bruderkrieg zumal. Aus den Trümmern kriechen die Überlebenden, versuchen ein neues Gemeinwesen aufzubauen. Neue Gesetze werden erlassen. Freund und Feind soll klar geschieden sein, den Feinden die Ehre der Bestattung verboten werden. Das Volk – Versprengte, Schiffbrüchige des Krieges, Flüchtlinge – versucht sich den Gesetzen anzupassen, nur eine widersteht: die Schwester des Staatsfeindes, Antigone. Ihr gelten stärkere Bande: die der Familie, der Religion. Kreon, ihr Onkel und der neue Herrscher, fühlt sich durch diesen Widerstand in der eigenen Familie bloßgestellt und lässt ein Exempel statuieren. Seine Unerbittlichkeit führt in die Katastrophe. Sophokles diskutiert in seiner berühmtesten Tragödie die Frage des gerechten Herrschens und mahnt alle Bürger des Gemeinwesens zur Abwägung staatlicher, religiöser und privater Interessen. Das macht dieses Stück zu einem der Gründungstexte des europäischen Rechts- und Werteverständnisses und erklärt seine über 2000-jährige Aktualität. Anna Badoras Inszenierung lässt stellvertretend eine Weltbevölkerung auftreten, die sich aus Grazerinnen und Grazern verschiedenster Herkunft zusammensetzt. 
 

SCHAUSPIELHAUS UNTERWEGS! 

Von 10. bis 13. Oktober war die Produktion ANTIGONE auf Gastspielreise in Bukarest unterwegs!
Lesen Sie auf unserem ANTIGONE-WEBBLOG, was unser Team in Rumänien erlebt hat und vieles mehr!
Kleine Zeitung-Weblog zu ANTIGONE

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