Biedermann und die Brandstifter

Inhalt
Es häufen sich die Zeitungsberichte über Brandstifter, die sich, als Hausierer getarnt, in Dachböden einnisten und die Häuser von unbescholtenen Bürgern anzünden. Der wohlhabende Haarwasserfabrikant Gottlieb Biedermann gewährt dem obdachlosen Schmitz Quartier in seinem Haus, schließlich ist man ja ein guter Mensch, oder nicht? Biedermann plagt das schlechte Gewissen, denn er hat den Selbstmord seines langjährigen Mitarbeiters Knechtling zu verantworten, den er entlassen hatte. Als Schmitz auch noch seinen Knastbruder Eisenring mitbringt und die beiden ein Dutzend Benzinfässer auf den Dachboden schleppen, wird Biedermann nervös. Allen Warnungen zum Trotz schafft er es nicht, die beiden ungebetenen Gäste vor die Tür zu setzen. Stattdessen geht Biedermann den Weg des geringsten Widerstandes und macht sich mit einer großzügigen Einladung den Feind zum Freund. Bevor er sich’s versieht, wird Biedermann zum Handlanger, hält die Zündschnur und drückt ihnen, die sich selbst als Brandstifter demaskieren, auch noch Zündhölzer in die Hand.
Mit Biedermann und die Brandstifter hat Max Frisch eine beißende Parabel über menschliche Anpasserei, politische Blindheit und fehlende Zivilcourage geschrieben.

Voraussichtliche Wiederaufnahme im Jänner 2014
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