Erinnya

Uraufführung

von Clemens J. Setz

Inhalt

 

Mit „Erinnya“ treibt der Grazer Autor Clemens J. Setz seine Beschäftigung mit Technologie und Liebe, Verwertungslogiken und Einsamkeit in neue Höhen. Digitale Depression trifft auf analoge Vorzeigefamilie und künstliche Intelligenz auf Heidelbeer-Kurkuma-Joghurt. Sein neustes Stück „Erinnya“ hat Clemens J. Setz als Auftragswerk eigens für das Schauspielhaus Graz geschrieben und setzt damit die enge Zusammenarbeit fort, die seit dem Beginn der Intendanz von Iris Laufenberg besteht.
Im Zentrum seines neusten Stücks steht die Figur des Matthias, eines jungen Mannes der aus einer Phase der schweren Panikstörungen und Depressionen herausfand, indem er ein neuartiges System verwendet: Das Erinnya. Dieses digitale, angeblich demokratische Netzwerk, generiert in real time Sätze, die Matthias über ein Headset eingegeben werden und die ihm im Alltag helfen mit seiner Umwelt zu kommunizieren. Diese Art des Sprechens und Denkens wirkt zu Beginn noch recht bizarr auf seine Mitmenschen, doch sowohl Matthias als auch das Erinnya lernt ständig weiter. Auf wunderbare Weise mischt Clemens J. Setz Technologie-Hype und Zukunftsängste mit antiken Rachegöttinnen und Fernsehserien-Figuren. Wer kontrolliert hier eigentlich wen? Und wie lange halten es familiäre Gemütlichkeit und Internet 4.0 unter einem Dach aus?

Seit dem Erfolg seines abendfüllenden Erstlings „Vereinte Nationen“ (2017), der aus dem Stand zu den renommierten Mülheimer Theatertagen eingeladen wurde, hat Clemens J. Setz das dramatische Schreiben für sich entdeckt. Für ihn ist ein Theaterstück wie ein Brief an die Regisseur*in, den man abschickt ohne zu wissen, was die Empfänger*in damit macht. In diesem Fall ist es die Schweizer Regisseurin Claudia Bossard, die am Schauspielhaus Graz schon mehrere zeitgenössische Stücke auf die Bühne brachte und zuletzt sehr erfolgreich den Roman „2666“ von Roberto Bolaño am Staatstheater Darmstadt dramatisiert hat.

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TERMINE
Do, 15. Nov 20:00
PREMIERE
Di, 20. Nov 20:00
Mi, 28. Nov 20:00
Di, 11. Dez 20:00
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ORT & DAUER
HAUS ZWEI
Hofgasse 11, A - 8010 Graz
BESETZUNG
KOMPOSITION
Jan Christoph Godde
DRAMATURGIE
Martin Baasch
MATTHIAS
Alex Deutinger
MICHAEL
Nico Link
FRIEDERIKE
Martina Zinner
WIR EMPFEHLEN IHNEN
HAUS DREI

Ferdinand Schmalz lässt in seinem neuen Stück ein Dorf in den Alpen im Schlamm  versinken – gemacht aus Tradition und Alteingesessenem, das langsam aufbricht.

HAUS EINS

Ewald Palmetshofer übersetzt den Klassiker von Gerhart Hauptmann in die Gegenwart. Erleben Sie einen philosophisch-grotesken Blick auf die heutige Mittelschicht in der Regie von Bernd Mottl.

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