EVENT Gerhard Balluch (c) Lupi Spuma

Event

Österreichische Erstaufführung

John Clancy

Regie Philip Jenkins

Inhalt

„Ein Mann steht vor einem Saal plötzlich verstummter fremder Menschen“ sagt der Mann, der soeben die Bühne betreten hat. Und er spricht weiter. Der Mann, der - ähnlich einem Zauberkünstler - das Publikum verblüffend genau kennt, umschreibt fortan seine eigene Identität, ohne sie preiszugeben. Wie in den schillernden Monologen der elisabethanischen Helden verführt er die Zuschauer zu gewagten Gedankengängen über Moral und Glaubwürdigkeit. Er ist ein Sprach- und Ideenjongleur, ein Hochseilartist, dessen Netz mehrere doppelte Böden hat und dessen Selbstdarstellung immer auch den Zweck hat, sich selbst verschwinden zu lassen.


John Clancys Stück „Event“ ist auf den ersten Blick ein typisches Beispiel für modernes angloamerikanisches Theater, brillantes „Schauspielerfutter“, witzig und provokant, dabei immer nachvollziehbar und pointiert. Darüber hinaus aber ist es ein vielschichtig verwickeltes Mono-Drama über Vorgespieltes und Nachgedachtes, Konvention und Korruption, Haltung und Erwartungshaltung. „Event“ ist ein Stück an der Grenze zum Unspielbaren und gerade deshalb von frappierender theatraler Wirksamkeit. Wieder zu sehen ab 10. Oktober in HAUS ZWEI.


 


 

Pressestimmen

„Ein Monolog wird zum Monument. Hier macht sich auf der Bühne ein Meister magischer Vermittlung ein Textjuwel zu eigen.  […] Packend, wie schnell in der Regie von Philip Jenkins die Zeit vergeht. […] Der Mann hat einen guten Job gemacht, heißt es. Und Gerhard Balluch hat sich ein Monument gesetzt!“ (Elisabeth Willgruber-Spitz, Kleine Zeitung, 9. März 2015)


„Dass Gerhard Balluch mit Texten umgehen kann, hat er ja schon mehrfach unter Beweis gestellt. Mit der österreichischen Erstaufführung von John Clancys Event auf der Probebühne gelingt ihm einmal mehr ein faszinierender und fesselnder Monolog. […] Es ist ein Vergnügen, diesem Meister in Sachen Manipulation auf den Leim zu gehen. Da stimmt jede einzelne von Regisseur Philip Jenkins abgesegnete Geste, da findet man nicht die Spur einer falschen Betonung. Hier steht einer auf der Bühne, den man gut zu kennen glaubt, und der sich doch nie in die Karten blicken lässt. Und bei aller Ironie und all dem gekonnt in die Irre geführt werden, hat man doch das Gefühl, einem ebenso ehrlichen Abend wie fesselnden „Event“ beizuwohnen. Große Empfehlung nicht nur für Theaterfans!“ (Michaela Reichart, Kronen Zeitung, Steirerkrone, 9. März 2015)

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Medien
EVENT Gerhard Balluch (c) Lupi Spuma