Ich pfeife auf die Oper

Ein halsbrecherisch gepfiffener Abend mit den beliebtesten Arien aus drei Jahrhunderten Opern- und Operettengeschichte

Inhalt

Nestroypreisträger Nikolaus Habjan bringt einen verschütteten Schatz unserer Kultur wieder ans Licht und gestaltet einen halsbrecherisch gepfiffenen Abend mit den beliebtesten Arien aus drei Jahrhunderten Opern- und Operettengeschichte. Die heute fast vergessene Musizierform des Kunstpfeifens entstand im 19. Jahrhundert in der österreichischen Oberschicht und war besonders in der Zeit der Brüder Schrammel sehr beliebt. Der damals wohl bekannteste Kunstpfeifer Wiens, Hans Tranquillini, genannt Baron Jean und im bürgerlichen Leben Fiaker, trat mit den Brüdern Josef und Johann Schrammel auf und wurde auch von Kronprinz Rudolf sehr geschätzt. Nikolaus Habjan führt mit wienerischem Charme höchst unterhaltsam durch den Abend und lässt diese virtuose Kunstfertigkeit auf faszinierende Weise neu aufleben.

Nikolaus Habjan

Zeitgleich zum Studium der Musiktheaterregie an der Wiener Universität für Musik beschäftigte sich Nikolaus Habjan mit dem Puppentheater. Seine Figurentheaterproduktion „F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig“ wurde 2012 mit dem Nestroy Preis, 2014 mit dem Badener Grünschnabel und 2016 mit dem Wolfgang-Swoboda-Preis für Menschlichkeit im Strafverfahren ausgezeichnet. Außerdem erhielt er 2016 den Dorothea-Neff-Publikumspreis, den outstanding award 2016 des Bundesministeriums für Kultur und den Nestroy-Publikumspreis als beliebtester Künstler, 2017 den Festspielpreis der Gesellschaft zur Förderung der Münchner Opern-Festspiele für seine Inszenierung des „Oberon“ von Carl Maria von Weber. Er ist in den Figurentheaterproduktionen „F. Zawrel- erbbiologisch und sozial Minderwertig“, „Der Herr Karl“, „Becoming Peter Pan – An Epilogue to Michael Jackson“, in „Sechs Österreicher unter den ersten Fünf“ nach dem Buch von Dirk Stermann und in „Kottan“ zu sehen. Neben seinen Inszenierungen mit Puppen und Schauspielern tritt Nikolaus Habjan mit der Band Franui mit „Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus“ auf.

Daniel Nguyen

Daniel Nguyen ist mehrfacher Preisträger bei „Prima la Musica“ und wurde 2003 für den 1. Platz beim Bösendorfer-Wettbewerb mit einem Bösendorfer-Stipendium ausgezeichnet. Am Schubert Theater Wien war Daniel Nguyen als musikalischer Leiter und Pianist im Puppentheaterstück „Schlag sie tot“ und bei der Produktion „My Way – The True Story of Frank Sinatra and Ava Gardner“ sowie beim Programm „Ich pfeif auf die Oper“ mit Nestroy-Preisträger Nikolaus Habjan zu sehen und zu hören. Zu den Engagements als freischaffender Korrepetitor gehören u. a. der Bregenzer Festspielchor, der Chor der Universität Wien und das Jugendprojekt am Theater an der Wien. Außerdem ist er als Ensemblemitglied in der a-cappella Formation „Vocatief“ und als Chorsänger beim „coro siamo“.

Lila Scharang

Lila Scharang studiert Konzertfach Klarinette an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in ihrer Heimatstadt. Sie ist mehrfach ausgezeichnete Preisträgerin von „Prima la Musica“. Seit 2014 ist sie Stipendiatin bei „Live Music Now“. Lila Scharang nimmt seit 2012 an zahlreichen Konzerttourneen durch  China teil, sie hat  mit unterschiedlichen Orchestern im Wiener Konzerthaus, dem Theater an der Wien, dem Schlosstheater Schönbrunn und im Muth gespielt. Regelmäßig substituiert Lila beim Bühnenorchester der Wiener Staatsoper. Als Solistin ist sie mit der Camerata pro Musica Hungarya aufgetreten, 2016 spielte sie im Rahmen von „Musica Juventutis“ ein Solokonzert im Wiener Konzerthaus.

F. Zawrel – erbbiologisch und sozial minderwertig
Dokumentarisches Figurentheater von Simon Meusburger & Nikolaus Habjan, basierend auf den Erzählungen von Friedrich Zawrel

„Habjan zaubert aus den Erinnerungen eines Mannes […] ein ins Herz und Hirn und unter die Haut gehendes Stück Zeitgeschichte, das nun auch im randvollen Schauspielhaus für minutenlange Standing Ovations sorgte.“ (Kleine Zeitung, 2014)

VORSTELLUNGEN am 10. und 15. Februar, jeweils 19.30 Uhr, HAUS EINS


AUSBLICK AUF DEN MÄRZ
BÖHM Uraufführung, Paulus Hochgatterer von und mit Nikolaus Habjan

Nestroypreisträger Nikolaus Habjan beschäftigt sich zusammen mit dem Wiener Autor Paulus Hochgatterer, der dem Puppenspieler und dessen Puppen ein Stück auf den Leib schreiben wird, mit einem berühmten Sohn dieser Stadt: dem Dirigenten Karl Böhm.

PREMIERE am 22. März, 19.30 Uhr, HAUS EINS
WEITERE VORSTELLUNGEN am 28. und 31. März, am 7., 12., 14., 15. (15.00 Uhr), 20., 21. und 25. April, jeweils 19.30 Uhr, sowie ab Mai 

ORT & DAUER
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