Wie funktioniert die Bürger*innenbühne?

Graz hat ab sofort eine Bürger*innenbühne! 
Intendantin Iris Laufenberg, die Regisseur*innen Uta Plate, Anja Michaela Wohlfahrt und Simon Windisch sowie die Theaterpädagog*innen Viola Novak, Julia Gratzer und Timo Staaks haben das neue Format für Graz und die Steiermark am Schauspielhaus Graz vorgestellt: Mit der Spielzeit 2018.2019 etabliert das Schauspielhaus Graz die Bürger*innenbühne auf allen drei Spielstätten des Schauspielhauses: Hier sollen in der gemeinsamen Auseinandersetzung von Expert*innen des Alltags Utopien entworfen werden. Gemeinsam wird dann ein Schritt Richtung „Zukunft“ gesetzt. Auf der Bühne stehen sollen spielwütige Grazer*innen und Steirer*innen jeden Alters.

Alle Interessierten können sich ab sofort unter viola.novak@schauspielhaus-graz.com melden bzw. an den Infoveranstaltungen für die Bürger*innenbühnen teilnehmen.

Bürger*innenbühne – WIE FUNKTIONIERT DAS?
Zu jedem der drei Projekte findet ein unverbindliches Informationstreffen statt, bei dem es um Themen und Termine geht und sich die Teams vorstellen, die die jeweilige Bürger*innenbühne begleiten und inszenieren. Während eines Auswahlworkshops werden die Spieler*innen ausgesucht, die dann über einen mehrwöchigen Zeitraum gemeinsam proben. Die Proben sind in der Regel am Abend und am Wochenende. Darauf folgen die Premieren und weitere Aufführungen.

WIR SUCHEN
Spielwütige und Denkfreudige, Berührbare und Abgebrühte, alte Hasen und junges Gemüse, Neugierige und Skeptische, Traumtänzer*innen und Rampensäue, Diven und Statist*innen, Schüchterne und Selbstbewusste, Zuverlässige und Chaotische – einfach alle, die Lust haben, eine Zeit lang in der Bürger*innenbühne leidenschaftlich Theater zu machen!

Schöne neue Welt: Träumen Androiden von elektrischen Schafen?

Eine Bürger*innenbühne über die Arbeit an der Welt von morgen

Inhalt

In „Schöne neue Welt“ erschuf Aldous Huxley eine Vision der Zukunft: In Reagenzgläsern gezüchtete Menschen, deren Prädestination schon vor ihrer Geburt existiert. Danach beginnt die Konditionierung auf bestimmte Verhaltensmuster. „Stabilität, Frieden, Freiheit“, so das Credo der weltstaatlich organisierten Menschheit, die durch Konsum, organisierte Freizeit, die Glücksdroge Soma und sexuelle Freizügigkeit in Schach gehalten wird.

Manches ist so oder ähnlich bereits Realität geworden. Doch was sind die Visionen für die Zukunft des Heute? Was wird wo heute ganz konkret für die Gesellschaft von morgen getan? Was geben wir den Kindern mit, die in der Zukunft als Erwachsene bestehen müssen? Der technische Fortschritt, die Globalisierung und Digitalisierung lassen Zukunftsprognosen immer diffuser werden. Es scheint nur ein kleiner Schritt, bis auch die kühnsten Träume und düstersten Fantasien – Überwachung, Unsterblichkeit, Kolonialisierung des Weltraums – Wirklichkeit werden. Aber: Gibt es nicht auch Zukunftsentwürfe, die zurück zum Ursprünglichen, Unmittelbaren, Analogen führen?

Auch in Graz und der Steiermark arbeiten Menschen an der Zukunft: zum Beispiel hoch komplex und international vernetzt in Wissenschaft und Forschung, auf politischer oder sozialer Ebene, als politische Aktivist*innen oder in ganz anderen Bereichen. In dieser Bürger*innenbühne bringen wir die Geschichten von Menschen auf die Bühne, die hier und heute bewusst die Zukunft gestalten, indem sie die Weichen für morgen stellen.

 

Pressestimmen

„Zum zweiten Mal in dieser Saison wagen sich die Bürger*innen auf die Bühne, diesmal im Haus Drei. Dabei führt das Einarbeiten der individuellen Zukunftsvisionen, der persönlichen Erlebnisse zu hoher Emotionalität. So fühlt man intensiv mit [...] Trotz der kühlen Schwarz Weiß-Optik ist das Stück in der Inszenierung von Anja Michaela Wohlfahrt durch die Zwischenspiele aus Chorgesang, Cellotönen und Einspielungen von Klassikern wie ‚Back in Time‘ ein buntes Erlebnis.“ (Kleine Zeitung, Teresa Guggenberger, 19. April 2019)

„Die Laien, die beim Text ihre eigene Sicht auf die Zukunft einbringen konnten, sind – das schwappt deutlich ins Publikum über – mit großem Enthusiasmus bei der Sache. Dass dabei auch die eine oder andere persönliche Motivation deutlich wird, tut dem Stück sehr gut. [...] Mit chorischen Einlagen und anderen musikalischen Intermezzi, sowie spacigen Schwarz-Weiß-Outfits (Bühne und Kostüme Philipp Glanzner) erhält die Inszenierung einen flockigen Show-Touch. Mit Stückentwicklungen wie dieser zeigt das Schauspielhaus Graz, dass der Wunsch, nah am Publikum und mit diesem selbst zu agieren, tatsächlich funktioniert. Frenetischer Applaus am Premierenabend machte auch klar, dass sich eine Fangemeinde des Ensembles eingefunden hatte, die ihrem Stolz für die Leistung auf diese Weise Ausdruck verlieh.“ (www.european-cultural-news.com, Michaela Preiner, 18. April 2019)

TERMINE
Mi, 17. Apr 20:30 - 21:50
PREMIERE
Do, 09. Mai 20:30 - 21:50
Fr, 10. Mai 20:30 - 21:50
Fr, 07. Jun 20:30 - 21:50
Mehr anzeigen
ORT & DAUER
HAUS DREI
Hofgasse 11, A - 8010 Graz
Dauer: ca. 1 Stunde 20 Minuten, keine Pause
BESETZUNG
MIT
Hanna Helena Gerhardt
Bernd Hubich
Patrick Jany
Majda Krivograd
Barbara Pfleger
Regina Schwarzl
Burkhard Vogel
WIR EMPFEHLEN IHNEN
HAUS ZWEI

Expert*innen des Alltags bringen in dieser Bürger*innenbühne ihre Gedanken und Erfahrungen zu Burnout und Boreout, Einstieg und Ausstieg auf die Bühne.

HAUS EINS

Diese Bürger*innenbühne betrachtet die Großfamilie der Zukunft. Zu sehen: Expert*innen des Alltags unterschiedlichster Generationen mit ihren eigenen Erfahrungen des Zusammenlebens.

HAUS ZWEI

Kennen Sie schon Herrn Kwant? Felicitas Braun inszeniert diese Idiotie auf das Internet von Philipp Löhle.

Medien
Wie funktioniert die Bürger*innenbühne?

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Intendantin Iris Laufenberg, die Regisseur*innen Uta Plate, Anja Michaela Wohlfahrt und Simon Windisch sowie die Theaterpädagog*innen Viola Novak, Julia Gratzer und Timo Staaks haben das neue Format für Graz und die Steiermark am Schauspielhaus Graz vorgestellt: Mit der Spielzeit 2018.2019 etabliert das Schauspielhaus Graz die Bürger*innenbühne auf allen drei Spielstätten des Schauspielhauses: Hier sollen in der gemeinsamen Auseinandersetzung von Expert*innen des Alltags Utopien entworfen werden. Gemeinsam wird dann ein Schritt Richtung „Zukunft“ gesetzt. Auf der Bühne stehen sollen spielwütige Grazer*innen und Steirer*innen jeden Alters.

Alle Interessierten können sich ab sofort unter viola.novak@schauspielhaus-graz.com melden bzw. an den Infoveranstaltungen für die Bürger*innenbühnen teilnehmen.

Bürger*innenbühne – WIE FUNKTIONIERT DAS?
Zu jedem der drei Projekte findet ein unverbindliches Informationstreffen statt, bei dem es um Themen und Termine geht und sich die Teams vorstellen, die die jeweilige Bürger*innenbühne begleiten und inszenieren. Während eines Auswahlworkshops werden die Spieler*innen ausgesucht, die dann über einen mehrwöchigen Zeitraum gemeinsam proben. Die Proben sind in der Regel am Abend und am Wochenende. Darauf folgen die Premieren und weitere Aufführungen.

WIR SUCHEN
Spielwütige und Denkfreudige, Berührbare und Abgebrühte, alte Hasen und junges Gemüse, Neugierige und Skeptische, Traumtänzer*innen und Rampensäue, Diven und Statist*innen, Schüchterne und Selbstbewusste, Zuverlässige und Chaotische – einfach alle, die Lust haben, eine Zeit lang in der Bürger*innenbühne leidenschaftlich Theater zu machen!