The Hills are Alive

Uraufführung in englischer Sprache mit deutschen Übertiteln

von & mit Nikolaus Habjan und Neville Tranter

Inhalt

„Ich werde eine großartige Mauer bauen, und keiner baut Mauern besser als ich“, versprach der US-Präsident zu Beginn seines Wahlkampfes. Jahre später ist es endlich so weit. Die Mauer wird gebaut. Doch dummerweise aus Versehen quer durch den Garten von Max und Maria von Trüb. Das uralte Ehepaar, das einst mit seiner vielköpfigen Kinderschar auf der Flucht vor den Nazis aus Österreich in die USA immigrierte, findet das gar nicht lustig, besinnt sich auf seine austriakischen Wurzeln und will zurück in die alte Heimat. Aber leider hält die bekanntermaßen an- und ausdauernde österreichische Bürokratie die beiden hochbetagten Doppelstaatsbürger bei der Einreise im Würgegriff und das Wiedereinbürgerungsverfahren ist eine einzige Tortur. Sodass die letzte Hoffnung auf einem berühmten Steirer ruht, der in den USA filmische als auch politische Karriere gemacht hat …

Der in Australien geborene, in Europa lebende und international renommierte Puppenspieler Neville Tranter war maßgeblich daran beteiligt, das Puppenspiel als ernst zu nehmende Kunstform für Erwachsene zu etablieren. Er arbeitet mit lebensgroßen Klappmaulpuppen, die auch zum Markenzeichen seines ehemaligen Schülers Nikolaus Habjan geworden sind.

Der vielseitige Grazer ist als Regisseur für Oper und Schauspiel, als Puppen- und Schauspieler, Kunstpfeifer und Moderator mittlerweile im gesamten deutschsprachigen Raum und an den größten Theatern gefragt. Seine Soloabende „F. Zawrel – Erbbiologisch und sozial minderwertig“ (mit dem Nestroy-Theaterpreis ausgezeichnet) und „Böhm“ von Paulus Hochgatterer (für den Nestroy-Theaterpreis nominiert) stehen nach wie vor auf dem Spielplan des Schauspielhauses und waren und sind auch als Gastspiele, u. a. in München, Bregenz, Leipzig und Wien auf Tour.

Mit diesem Stück rund um die Familie von Trüb (Ähnlichkeiten mit einer bekannten Musical-Familie sind rein zufällig) erfüllen sich die beiden Ausnahmekünstler einen lang gehegten Traum: Sie stehen das erste Mal gemeinsam auf der Bühne. Mit ihrer Puppenspiel- und Stimmkunst werden sie den Figuren Leben einhauchen und ebenso bösartig-humorvoll wie hintersinnig-unterhaltsam zeigen, was Mauern mit Menschen machen und wie Grenzen Menschen dehumanisieren können.


ANGEBOTE VON SCHAUSPIELHAUS AKTIV

MITSCHAUEN Schauklub am 27.11.2019
MITREDEN Theaterdialog am 27.11.2019
MITLERNEN Nachbereitung
Theaterpädagogik: Viola Novak

Pressestimmen

„Zwei Puppenspieler mit den Sprachebenen dreier Puppenpersönlichkeiten gleichzeitig – da bleibt der Atem weg. Tranter und Habjan gönnen sich und dem Publikum Insider- und Metawitze, Bitterböses und Nur-Lustiges. […] Timing, Pointen, Akzente sitzen perfekt. Tranter und Habjan haben längst das Puppenspiel auf eine neue Ebene gehoben. Den beiden Ausnahmekünstlern gelingt es, die Natürlichkeit zu brechen und gleichzeitig die Brechung zu überwinden.“ (Wiener Zeitung / wienerzeitung.at, Edwin Baumgartner, 4.12.2019)

„Was folgt, sind eineinhalb Stunden Ausgelassenheit. […] nachtschwarz, bitterböse, schaurig schön, pointensatt. Nach zehn Minuten setzt es den ersten Szenenapplaus, am Ende spendiert ein volles Haus den beiden Puppenspielern stehende Ovationen. […] Fantastisch, wie die insgesamt acht Klappmaulpuppen in rasendem Wechsel von nur zwei Spielern bewegt, gesprochen und sogar gesungen werden. Wie präzise Habjan und Tranter Charakterzeichnung, Akzente, Timing, Pointen, Meta-Witze miteinander verflechten. Und wie geschmeidig Plakatives und Subtiles, Pathos und Groteske, Komik und Tragik hier zu einem großen Theaterabend zusammenwachsen.“ (Kleine Zeitung, Ute Baumhackl, 17.11.2019)

„[…] nicht nur das Handwerkliche besticht, auch wie im Minutentakt Gags gezündet werden, die an Stand-up-Comedy erinnern. Bearbeitungen von Originalen sehen wir oft, dies ist eine Eigenschöpfung, etwas Besonderes, eine Satire […].“ (Die Presse, Barbara Petsch, 18.11.2019)

„Nikolaus Habjan knüpft in Graz gemeinsam mit Neville Tranter an den Erfolgsfilm ‚The Sound of Music‘ an. Very funny.“ (Süddeutsche Zeitung / sueddeutsche.de, Wolfgang Kralicek, 21.11.2019)

„Was für ein toller Theaterabend! […] Es ist ein Kunststück, das Tranter (Text und Puppenbau) und Habjan mit diesem Stück gelingt: Einerseits arbeiten sie sich herzhaft und pointiert an den vielen Legenden um die Familie Trapp und das Österreich-Bild in Hollywood […] ab. Andererseits ist ‚The Hills Are Alive‘ ein bissiger Kommentar auf die gegenwärtige Flüchtlingspolitik und die tragische Wiederkehr fremdenfeindlichen Gedankenguts. […] Mit Tranter und Habjan [stehen] zwei der großartigsten Puppenspieler der Gegenwart auf der Bühne. […] Wie vielseitig sie all die Figuren ausfüllen und wie flink sie zwischen ihnen wechseln ist atemberaubend. […] Das Resultat ist alles, was man sich von einer bösen Puppenkomödie wünschen kann – und noch ein bisschen mehr. Verdiente Standing Ovations bei der Premiere.“ (Kronen Zeitung / krone.at, Christoph Hartner, 17./18.11.2019)

„Neville Tranter und Nikolaus Habjan parodieren in ‚The Hills Are Alive‘ türkis-blaue Österreich-Klischees.“ (Der Standard / derstandard.at, Werner Schandor, 17./18.11.2019)

„[…] eine wundersame, witzige, traurige, begeisternde Parforce mit Puppen. […] Unglaublich, was Habjan und Tranter da leisten, schnelle Stimmwechsel, noch schnellere Stimmungswechsel. […] Vor lauter feinen Anspielungen und Wortwitz wird einem schwindlig, nur mehr das Ergeben ins Lachen hilft. […] Eigentlich müsste man ‚The Hills are Alive‘ mehrmals sehen, um sicherzugehen, auch noch die letzte sprachliche oder musikalische Köstlichkeit ausgekostet zu haben. […] Habjan und Tranter und ihr Stück sind Ausnahmeerscheinungen. […] Das bitterschöne ‚The Hills are Alive‘ war in jedem Aspekt ein Abend der Meisterlichkeit.“ (APA, Peter Kolb, 16.11.2019)

„Mit unglaublich raschen Szenen- und damit verbundenen Puppenwechseln dreht sich das Komödienkarussel rasant. […] Es ist nicht nur die so kunstvoll verzahnte Erzählung, welche die eineinhalbstündige Aufführung wie im Flug vergehen lässt. Es sind die unglaubliche Spielfreude und die wandelbaren Stimmen der beiden Puppen-Großmeister, die bestechen. Dabei ist man gebeutelt zwischen Lachen, Fremdschämen, Staunen und einem aufkommenden Unbehagen, das einem sagt: Das hier ist zwar Theater, aber die Grenze zum realen Leben – wo ist die noch scharf auszumachen?“ (european-cultural-news.com, Michaela Preiner, 23.11.2019)

„Die beiden Puppenspieler bringen die Geschichte energiegeladen auf die Bühne. […] Perfekt mimen die beiden die verschiedenen Stimmlagen der Figuren. […] Beeindruckend sind auch die unglaublich schnellen Wechsel der zahlreichen Puppen von den nur zu zweit auf der Bühne stehenden Spielern. Zusätzlich überzeugt die Optik der von Tranter geschnitzten Werke. […] Ein kompakt gefüllter Abend, der stets für viele Lacher sorgt und keine Minute Langeweile mit sich bringt. Großartige Leistung von Neville Tranter und Nikolaus Habjan, die jetzt schon auf weitere Zusammenarbeit hoffen lässt.“ (kultrefgraz.wordpress.com, Teresa Guggenberger, 17.11.2019)

„[…] In einem fantastischen, rasanten, witzigen Reigen, der vom fadenscheinigen Feel-Good-Charme alter Hollywoodmusicals genauso erzählt wie vom Comeback faschistoiden Gedankenguts und der hässlichen Realität sogenannter Ausreisezentren. […] Bekanntlich sind Habjan und Tranter jeder für sich Ausnahmeerscheinungen des Figurentheater-Genres. Dass die beiden im Zusammenspiel die ohnehin schon hoch gelegten Erwartungen noch übertreffen würden, war nicht unbedingt aufgelegt. Und es ist ein außerordentlicher Abend geworden, ausgelassen und poesievoll, subtil und plakativ, pointensatt und tieftraurig.“ (kleinezeitung.at, Nachtkritik, Ute Baumhackl, 15. 11.2019)

„Bissig wird der langsame Weg der Bürokratie mit all ihren Eigenheiten geschildert. Natürlich lässt sich dabei die eine oder andere Verbindung zu aktuellen Problemen der heutigen politischen Landschaft wiederfinden. […] [Nikolaus Habjan und Neville Tranter] erschaffen eine surreale Welt, in welcher den Puppen Leben eingehaucht wird. Und in dieser Welt voller Witz und Satire erzählen sie ihre ‚schönböse‘ Geschichte, in der einem hin und wieder das Lachen beinahe im Hals stecken bleibt.“ (dorfzeitung.com, Matthias Traintinger, 19.11.2019)

TERMINE
Fr, 15. Nov 19:30 - 21:00
PREMIERE
Sa, 14. Dez 19:30 - 21:00
So, 15. Dez 15:00 - 16:30
Sa, 25. Jän 19:00 - 20:30
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ORT & DAUER
HAUS EINS
Hofgasse 11, A - 8010 Graz
Dauer: ca. 1 Stunde 30 Minuten, keine Pause
PREMIERE
15. November 2019, HAUS EINS
BESETZUNG
WIR EMPFEHLEN IHNEN
HAUS EINS

Sehen Sie Nikolaus Habjan in seiner einmaligen Inszenierung mit Puppen über das Leben des Friedrich Zawrel.

HAUS EINS

Vernon Subutex war immer ein cooler Hund. Doch plötzlich geht sein Plattenladen pleite, und er landet auf der Straße. Sein Abstieg ist eigentlich ein Aufstieg in die Sphären einer zukünftigen Religion. Schließlich wird er zur Galionsfigur einer utopischen Gemeinschaft, die in der Musik und im Tanz Erlösung sucht – ein bildhaft atmosphärischer Abend in der Regie von Alexander Eisenach.

HAUS EINS

Die Putzfrau Maria (Margarethe Tiesel) und der Wachmann Josef (Franz Solar) erzählen sich an Heiligabend nach Ladenschluss von ihren unerfüllten Wünschen und geheimen Sehnsüchten. Peter Turrinis Stück thematisiert die Gefahr von Einsamkeit und prekären Lebensverhältnissen im Alter.

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