Aus den Dankesworten der Künstlerinnen und Künstler, gesprochen von Alexandra Schmidt, Planetenparty Prinzip:

„Kunst kann nur stattfinden, wenn man sich ihr hingibt, sich fallen lässt und in diesem Schwebezustand ausharrt. Preise bieten die Möglichkeit einer Professionalisierung der Arbeitsweise und die Sicherung eines lokalen Standorts – ohne Förderung wäre es nicht möglich, Kunst so hochwertig zu realisieren. Künstler werden damit nicht nur gehört und gesehen, sondern auch gewertschätzt. Für dieses Vertrauen möchte ich mich bedanken.“

 

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Verleihung der Kunst- und Kulturpreise des Landes Steiermark 2017

Inhalt

Verleihung der Kunst- und Kulturpreise des Landes Steiermark 2017 an Clemens J. Setz und Johanna Wozny und die Stipendiat*innen 2017. Verleihung durch Mag. Christopher Drexler, Landesrat für Kultur, Beginn: 19.00 Uhr, Eintritt frei!

Künstlerische Gestaltung
Schallfeld Ensemble
gottrekorder e. V.
Andreas Heller und Jakob Pock
Lisbeth Kovačič
(KUNSTRAUM STEIERMARK)
Vera Bommer UND Clemens Maria Riegler (Ensemble Schauspielhaus)
Moderation: Andreas Unterweger

Preise
- Andrzej-Dobrowolski-Kompositionspreis: Joanna Wozny
- Literaturpreis des Landes Steiermark: Clemens J. Setz
- Großer Diagonale-Preis (Spielfilm): Die Liebhaberin (Lukas Valenta Rinner)
- Großer Diagonale-Preis (Dokumentarfilm): Was uns bindet (Ivette Löcker)

Stipendien
- Andrzej-Dobrowolski-Kompos itionsstipendium: Christof Ressi
- LICHTUNGEN-Lyrik-Stipendium: Christoph Szalay
- Literaturstipendium des Landes Steiermark: Natascha Gangl
- Artist-in-Europe-Stipendien
- Atelier-Auslandsstipendien
- Film-Auslandsstipendien
- KUNSTRAUM STEIERMARK-Stipendien
- Ortwein-Stipendien
- Styria-Artist-in-Residence (St.A.i.R.)

 

 

LANDESKUNST UND KULTURPREISE 2017 – Auszüge aus den Jurybegründungen

Literaturpreis des Landes Steiermark, Jurybegründung zu Clemens J. Setz

„Seit seinem Debütroman „Söhne und Planeten“ vor 10 Jahren ist der Grazer Autor zu einer der spannendsten und prägendsten literarischen Stimmen seiner Generation gereift. In dieser Zeit hat er nicht nur drei gefeierte Romane veröffentlicht, sondern auch als Autor von Kurzgeschichten und literarischen Nacherzählungen, als Lyriker und Feuilletonist, als Übersetzer und zuletzt auch als Dramatiker mehr als überzeugt. Er ist ein Spezialist für das Skurrile und das Verschrobene, ein literarischer Schutzheiliger der Nerds. Er macht eine Welt sichtbar, in der die Grenzen zwischen realen und virtuellen Räumen immer undeutlicher werden und hat es zuletzt mit dem Mammut-Roman „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ geschafft, die Psychologie dieser schönen neuen Welt in eine überwältigende literarische Form zu gießen.“ (Christoph Hartner)

Literaturstipendium des Landes Steiermark, Jurybegründung zu Natascha Gangl

„Natascha Gangl hat als Dramatikerin, Hörspielautorin und Romancier in den vergangenen Jahren ein vielfältiges Werk vorgelegt, in dem sie eindrucksvoll mit Sprache und Sprachen, mit fremden Kulturen und kulturellen Klischees, mit bitterer Realität und märchenhafter Fiktion, mit Trash und Tragödie jongliert. In ihrem Schreiben stürmt sie einerseits in die Welt aus und sammelt Scherben des Lebens ein, oder schlägt diese selbst aus dem Steinbruch menschlicher Existenz. Andererseits taucht sie aber auch tief in Innenwelten ab und fördert Brocken von Erinnerung und Schmerz sowie Fragmente von Identitäten ans Tageslicht. Mit großem lyrischen Gespür und vor allem auch Humor fügt sie all das zu farbenfrohen und fesselnden Mosaiken zusammen.“

Jury: Christoph Hartner, Markus Jaroschka, Klaus Kastberger, Angelika Klammer, Alfred Kolleritsch, Annette Knoch, Werner Krause, Monique Schwitter

Andrzej-Dobrowolski-Kompositionspreis des Landes Steiermark, Jurybegründung zu Joanna Wozny

„Joanna Wozny ist eine international hoch renommierte Komponistin, die seit mehreren Jahren am Institut 1 der KUG lehrtätig ist und bereits wichtige Auszeichnungen (so z.B. den Erste Bank-Kompositionspreis 2010) erhalten hat. Am Anfang des kompositorischen Prozesses stehen für Joanna Wozny meist die Instrumente, aus deren Möglichkeiten sie dann spezifische Klänge und Klangfarben entwickelt. Durch das Streben, an die Grenzen der Klanglichkeit zu gehen, ergeben sich sowohl sehr komplex strukturierte als auch klanglich hochdifferenzierte Stücke, die auch technisch an die Grenzen der Spielbarkeit gehen.“

Andrzej-Dobrowolski-Kompositionsstipendium des Landes Steiermark, Jurybegründung zu Christof Ressi

„Sein vielfältiges künstlerisches Schaffen umfasst verschiedene musikalische Bereiche, darunter Neue Musik, Jazz, experimentelle Elektronik und Medienkunst. Er arbeitet regelmäßig für Theater- und Tanzproduktionen, weiters ist er als Arrangeur in unterschiedlichen Musikrichtungen tätig, von Big- Band bis hin zur Filmmusik. Seine Musik wurde in Österreich, der Schweiz, Schweden, Mexiko, Japan, China, England und den USA aufgeführt. 2016 wurde er vom Österreichischen Kulturforum New York zur Premiere seines Stückes „GIF Frenzy“ durch das Ensemble Mise-En eingeladen. Im selben Jahr wurde sein Stück ‚Acht Ansichten auf die Goldene Schlossstadt’ in Schloss Eggenberg in Graz sowie in Japan in der Osaka Festival Hall aufgeführt. Auf Grund seiner außerordentlichen und besonders förderungswürdigen kompositorischen Leistungen und Fähigkeiten soll Christof Ressi mit dem Kompositionsstipendium ausgezeichnet werden.“

Jury: Günter Fruhmann, Beat Furrer, Franz Josef Kerstinger, Klaus Lang, Edward Partyka, Eike Straub, Matthias Wagner

ORT & DAUER
REDOUTENSAAL
Hofgasse 11, A - 8010 Graz
Dauer: ca. 1 Stunde und 30 Minuten; Einlass: 18.30 Uhr; Beginn: 19.00 Uhr; Eintritt frei!
Medien

Aus den Dankesworten der Künstlerinnen und Künstler, gesprochen von Alexandra Schmidt, Planetenparty Prinzip:

„Kunst kann nur stattfinden, wenn man sich ihr hingibt, sich fallen lässt und in diesem Schwebezustand ausharrt. Preise bieten die Möglichkeit einer Professionalisierung der Arbeitsweise und die Sicherung eines lokalen Standorts – ohne Förderung wäre es nicht möglich, Kunst so hochwertig zu realisieren. Künstler werden damit nicht nur gehört und gesehen, sondern auch gewertschätzt. Für dieses Vertrauen möchte ich mich bedanken.“

 

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