Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen

Nassim Soleimanpour
Aus dem Englischen von Nico Laubisch

Inhalt

am 25.11. mit Benedikt Greiner
am 19.12. mit Julia Gräfner
am 10.1. mit Rudi Widerhofer
am 27.1. mit Nico Link

Das Stück, das Sie sehen werden, befindet sich in einem verschlossenen Umschlag, und der Schauspieler oder die Schauspielerin, der oder die es vorlesen wird, weiß bis zum Beginn der Vorstellung nur das Allernotwendigste: „Googeln Sie das Stück nicht. Lernen Sie den Namen des Autors auszusprechen. Bereiten Sie die Imitation eines bestimmten Tieres vor. Wenn Sie angefangen haben, müssen Sie bis zum Ende durchhalten. Egal, was passiert.“

Tatsächlich liest jeden Abend ein anderer Schauspieler oder eine andere Schauspielerin, der oder die nichts über das Stück wissen wird. Und trotz oder wegen dieser kühnen Konstruktion – für darstellendes Personal und anwesendes Publikum – bietet das Stück einen humorvollen Einblick in ein fernes Land – den Iran – und ist gleichzeitig eine poetische Betrachtung über das Wesen von Autorschaft. Denn geschrieben hat es 2012 auf Englisch, „voller Hoffnung und Energie“, der damals 29-jährige iranische Autor Nassim Soleimanpour, der aufgrund eines verweigerten Militärdienstes keinen Pass bekam und deswegen sein Land nicht verlassen konnte.

Mit „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ reflektierte er seine Situation und schuf ein Manifest des Protestes – mit den Mitteln, die ihm als Autor zur Verfügung stehen. Statt seiner reiste nämlich das Stück, inzwischen um die halbe Welt. Erstmals vorgestellt wurde es bei einem Theaterfestival in Toronto, Kanada. Seitdem wurde es weltweit gespielt und stand jahrelang u. a. in New York auf dem Spielplan, wo sich auch Hollywoodstars wie Whoopie Goldberg diesem Experiment auslieferten. „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ nennt sich ein „Theaterstück“ und ist in Wirklichkeit eine lebendige Sensation, über die keiner sprechen darf, der dabei gewesen ist. Humorvoll, poetisch und politisch ist diese Kombination von Theaterunterhaltung und sozialem Experiment; etwas, was Sie so noch nie erlebt haben.

Den Auftakt der Vorstellungsserie machen Maria Bill und Peter Simonischek in HAUS EINS. Sie werden im Rahmen des Theaterfestes am 30. September die Grazer Premiere(n) in HAUS EINS lesen. Danach wandert das Stück in HAUS DREI, wo jede weitere Vorstellung mit einem*r Schauspieler*in ebenfalls eine Premiere sein wird ...

DAS STÜCK WIRD VOM SCHAUSPIELHAUS GRAZ ZUSAMMEN MIT AURORA NOVA PRÄSENTIERT.

Vergangene Termine:

am 30.9. um 17 Uhr mit Maria Bill
am 30.9. um 19.30 Uhr mit Peter Simonischek
am 28.10. mit Vera Bommer
am 14.11. mit Sarah Sophia Meyer

Pressestimmen

„Man könnte sagen, Nassim Soleimanpour hat ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert und verblüfft mit seinem Trick die ganze Welt [...] Der Clou des Experiments ist die Geheimsache." (Eli Spitz, Kleine Zeitung, 2. Oktober 2017)

TERMINE
Sa, 30. Sep 17:00
PREMIERE
Sa, 25. Nov 20:30
Di, 19. Dez 20:30
Mi, 10. Jän 20:30
Mehr anzeigen
ORT & DAUER
HAUS DREI
Hofgasse 11, A - 8010 Graz
WIR EMPFEHLEN IHNEN
HAUS DREI

Mythos „Frau sein“: Das Solo mit Julia Gräfner ist auch in dieser Saison wieder zu sehen.

HAUS DREI

Henriette Blumenau wieder in einem Solo: Sie wirbt ziemlich humorvoll für die Vorzüge von Drogen. Die Wahrheit steckt aber viel tiefer.

HAUS DREI

Gerhard Balluch in einer Parade-Rolle: Sein Solo ist wieder in HAUS DREI zu sehen.

HAUS DREI

Ausnahmeberuf Kriegs-Pilotin: Erleben Sie Evamaria Salcher in einem poetischen Monolog.

Medien