White Rabbit, Red Rabbit

Nassim Soleimanpour

Inhalt

am 9.6.. mit Jacob Banigan (in englischer Sprache)

Das Stück, das Sie sehen werden, befindet sich in einem verschlossenen Umschlag, und der Schauspieler oder die Schauspielerin, der oder die es vorlesen wird, weiß bis zum Beginn der Vorstellung nur das Allernotwendigste: „Googeln Sie das Stück nicht. Lernen Sie den Namen des Autors auszusprechen. Bereiten Sie die Imitation eines bestimmten Tieres vor. Wenn Sie angefangen haben, müssen Sie bis zum Ende durchhalten. Egal, was passiert.“

Tatsächlich liest jeden Abend ein anderer Schauspieler oder eine andere Schauspielerin, der oder die nichts über das Stück wissen wird. Und trotz oder wegen dieser kühnen Konstruktion – für darstellendes Personal und anwesendes Publikum – bietet das Stück einen humorvollen Einblick in ein fernes Land – den Iran – und ist gleichzeitig eine poetische Betrachtung über das Wesen von Autorschaft. Denn geschrieben hat es 2012 auf Englisch, „voller Hoffnung und Energie“, der damals 29-jährige iranische Autor Nassim Soleimanpour, der aufgrund eines verweigerten Militärdienstes keinen Pass bekam und deswegen sein Land nicht verlassen konnte.

Mit „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ reflektierte er seine Situation und schuf ein Manifest des Protestes – mit den Mitteln, die ihm als Autor zur Verfügung stehen. Statt seiner reiste nämlich das Stück inzwischen um die halbe Welt. Erstmals vorgestellt wurde es bei einem Theaterfestival in Toronto, Kanada. Seitdem wurde es weltweit gespielt und stand jahrelang u. a. in New York auf dem Spielplan, wo sich auch Hollywoodstars wie Whoopi Goldberg diesem Experiment auslieferten. „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ nennt sich ein „Theaterstück“ und ist in Wirklichkeit eine lebendige Sensation, über die keiner sprechen darf, der dabei gewesen ist. Humorvoll, poetisch und politisch ist diese Kombination von Theaterunterhaltung und sozialem Experiment; etwas, was Sie so noch nie erlebt haben.

Den Auftakt der Vorstellungsserie machten Maria Bill und Peter Simonischek in HAUS EINS. Im Rahmen des Theaterfestes fanden am 30. September die Grazer Premiere(n) in HAUS EINS statt. Danach wanderte das Stück in HAUS DREI, wo jede weitere Vorstellung mit einem*r Schauspieler*in ebenfalls eine Premiere ist ...

DAS STÜCK WIRD VOM SCHAUSPIELHAUS GRAZ ZUSAMMEN MIT AURORA NOVA PRÄSENTIERT.

Vergangene Termine:

am 30.9. mit Maria Bill
am 30.9. mit Peter Simonischek
am 28.10. mit Vera Bommer
am 14.11. mit Sarah Sophia Meyer
am 25.11. mit Benedikt Greiner
am 19.12. mit Julia Gräfner
am 10.1. mit Rudi Widerhofer
am 27.1. mit Nico Link
am 27.2. mit Florian Köhler
am 6.3. mit Maximiliane Haß
am 6.4. mit Susanne Konstanze Weber
am 3.5. mit Fredrik Jan Hofmann

 


 

WHITE RABBIT, RED RABBIT

This play is different every night: It is kept in a closed envelope and the actor who reads it is not allowed to know anything at all about it at the start of the performance. Created “full of hope and energy”, because the then 29-year-old Iranian author had refused to serve in the military and was not permitted to leave his country, this manifest of protest not only grants an insight into a far-away country – Iran – but is also a poetical consideration of the nature of authorshipThe play is presented by Schauspielhaus Graz with Aurora Nova.

Pressestimmen

„Man könnte sagen, Nassim Soleimanpour hat ein Kaninchen aus dem Hut gezaubert und verblüfft mit seinem Trick die ganze Welt [...] Der Clou des Experiments ist die Geheimsache." (Eli Spitz, Kleine Zeitung, 2. Oktober 2017)

TERMINE
Sa, 30. Sep 17:00
PREMIERE
ORT & DAUER
HAUS DREI
Hofgasse 11, A - 8010 Graz
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