Werther


von Johann Wolfgang von Goethe

Inhalt


1774 erschien vom jungen Johann Wolfgang Goethe ein Briefroman, der seine erfolgreichste Veröffentlichung bleiben sollte. Die Leiden des jungen Werthers wurde zum Schlüsseltext für Generationen junger Leute auf ihrem Weg ins Erwachsensein. Der literarische Prototyp einer Gebärde des Protests und der Selbstdarstellung schlechthin. „… ich kehre in mich selbst zurück und finde eine Welt!“ Der junge Werther flieht vor dem Leben in der Stadt in die Einsamkeit und versucht in Briefen an seinen Freund Wilhelm, die Erfahrungen seiner überwältigenden inneren Bewegungen mitzuteilen. Statt sich an die bürgerlichen Verhältnisse anzupassen, gibt er sich schwärmerischen Gefühlen hin. Der Gedanke, mit einer Welt in Berührung zu kommen, die mit Einschränkungen seiner persönlichen Bedürfnisse in Verbindung steht, ist ihm fremd. Auf einem Ball lernt er Lotte, die Tochter eines Amtmanns, kennen und verliebt sich leidenschaftlich in sie, obwohl sie schon vergeben ist. Die Liebe, erst als besinnungsloser Glückstaumel empfunden, wird ihm zur Quelle des Unglücks. Ist das Maß seines Leidens überschritten, so schreibt er, verwandelt sich das Leid in eine „Krankheit zum Tode“.

Medien