Federico García Lorca

Federico García Lorca zählt zu den bedeutendsten spanischen Dichtern des 20. Jahrhunderts.

In Madrid entstanden Lorcas erste literarische Werke, darunter das Libro de poemas (1921). Seine Zigeunerromanzen (1928) wurden sein größter Publikumserfolg und seine zugänglichste Gedichtsammlung. Sie genießen in Spanien auch heute noch eine außerordentlich große Popularität. Lorcas Lyrik lebt vom häufigen Symbol- und Metapherngebrauch und bemüht sich um eine Versöhnung von traditionellen und modernen literarischen Elementen (neopopularismo).

1929 und 1930 hielt sich Lorca in den Vereinigten Staaten von Amerika auf, wo er sein Buch Dichter in New York verfasste, das unter anderem eine Ode an Walt Whitman enthält. Später im Jahre 1930 kehrte er dann nach Spanien zurück.

Lorca wurde zu Beginn des Spanischen Bürgerkriegs von spanischen Nationalisten, deren Hass er sich aufgrund seiner Homosexualität und offenen Gesellschaftskritik zugezogen hatte, gefoltert und ermordet.

Bis 1953 blieben Lorcas Werke unter dem faschistischen Franco-Regime vollständig verboten. Erst nach Francos Tod im Jahre 1975 konnte Lorcas Leben und Werk in Spanien wieder offen diskutiert werden.