Marie Luise Lichtenthal

Marie Luise Lichtenthal, geboren 1959, studierte von 1990 bis 1995 an der Hochschule für Bildende Künste Dresden Kostümdesign. Nach ihrer Assistenzzeit als Bühnen- und Kostümbildnerin am Deutschen Nationaltheater Weimar, wo sie regelmäßig Ismael Ivos Choreographien ausstattete, ist sie seit 2001 als freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin für Tanztheater, Schauspiel, Puppentheater, Oper und Film tätig. Sie arbeitete u. a. am Theater Dortmund, am Staatstheater Kassel, am Theaterhaus Jena, an der Neuköllner Oper Berlin, am Theater der Jugend in Wien, am Schauspielhaus Wien und am Vorarlberger Landestheater. Für ihre Tätigkeit beim Projekttheater Vorarlberg erhielt sie 2006 den Nestroy-Preis. Unter Susanne Lietzows Regie entwarf sie bereits am Staatsschauspiel Dresden die Kostüme von Lutz Hübners Die Firma dankt, Johann Wolfgang von Goethes Reineke Fuchs, Gerhart Hauptmanns Die Ratten sowie in der letzten Saison von Erich Kästners Klaus im Schrank oder Das verkehrte Weihnachtsfest und Bühne und Kostüme bei Corpus Delicti von Juli Zeh. Dort wir sie auch 2014/2015 bei Oscar Wildes Das Gespenst von Canterville in der Regie von Susanne Lietzow Bühne und Kostüme gestalten. In der Kritikerumfrage der Zeitschrift Theater heute wurde sie zur Nachwuchskünstlerin des Jahres 2014 für ihr Kostümbild Klaus im Schrank am Staatsschauspiel Dresden/ Regie Susanne Lietzow nominiert.
 2014 wurde die Produktion Höllenangst (ebenfalls in Zusammenarbeit mit Susanne Lietzow entstanden), bei der Marie Luise Lichtenthal für die Ausstattung verantwortlich war, mit dem Nestroy-Preis für die „Beste Bundesländer-Aufführung“ ausgezeichnet.

Spielzeit 2014/2015:
In der Saison 2014/2015 entwarf Marie Luise Lichtenthal Bühne und Kostüme für Wolf Haas‘ preisgekrönten Roman Verteidigung der Missionarsstellung in der Regie von Susanne Lietzow.